Weltekel-Content.
Andere Menschen hauen auf einen Boxsack, verklagen ihren Nachbarn, pinkeln auf die Schreibtischstühle ihrer werten Kollegen oder schreien ihren Lebenspartner die Trommelfelle wund. Ich schreibe. Heute zumindest, nach dieser grauenvollen Woche, die mich zu dem Schluß kommen lässt, das die Wörter WELTEKEL und WERKTAG ähnlich klingen, wenn man sie schnell genug und vorzugsweise lallend, also schnell lallend ausspricht.
Nein, klar, ich müsste eigentlich gute Laune haben, nach dieser Woche, die ich vornehmlich damit verbacht habe, über Vakuum-Pumpsätze, Druckluftentgasung, Gießharzisolierungen und Haß zu schreiben. Die ich auch damit verbracht habe, mir ab und an mal Sorgen zu machen. Die ich ebenso damit verbracht habe, mich auf bestimmte Sachen zu freuen, die dann wegen verschobener Prioritäten eher furchtbar als fruchtbar endeten. Die ich auch damit verbracht habe, meine latent paranoiden Züge zu pflegen. Aus Unsicherheit.
Am Ende so einer Woche fragt man sich dann, was man denn mal machen könnte, um die Kläranlage im Kopf wieder effizienter Arbeiten zu lassen. Hier in Siegen, also dem Ort, von dem die Römer damals dachten, das sei nur ein blöder Witz irgendeines sodomistisch veranlagten Germanengottes, und keine Stadt, kann man da leider nicht so viel tun. Klar, es gibt hier zu Hauf Vereine, die Klöppelkurse, Oberton-Gesang oder “Puzzeln für Einsteiger” anbieten. Aber das war’s auch schon. Wenn man sich jedoch wie ich in dieser Woche dabei ertappt hat, daß man einer jungen, überforderten Mutter an die Kehle springen wollte, weil sie nebst Nachwuchs den kompletten Durchgang im eh schon grauenhaften SB-Backwarenladen (allein das Wort ist grauenhaft!) minutenlang versperrte, weiß man, das man soziale Kontakte, und insbesondere die im Vereinsleben, besser meiden sollte. Kommerzkinopaläste, Diskothekenbesuche und Gastronomie an sich kommen somit auch nicht wirklich in Frage, es sei denn, ich legte es darauf an, den Rest meines Lebens wegen spontanem Massenmord hinter westfälischen Hochsicherheits-Gittern zu verbringen.
Was also tun, wenn das innere Aggressionspotential am Ende der Woche ein Level erreicht hat, das einem katholischen Großinquisitor wahrhaftige Freudentränen in die Augen treiben würde, wenn er es denn für seine Zwecke nutzen könnte? Ich hab zumindest für mich eine adäquate Lösung gefunden. Eine gute, befriedigende, funktionierende, perfekte Lösung. Aber die verrate ich hier nicht, weil ich mal richtig gemein sein will. Heute, jetzt, hier. Ha!


12. November 2004 um 17:52
blog schreiben ? *g*
ich hab heute zum zweiten Mal in 2 Jahren blau gemacht….gestern zuviel “Verdrängungs”-Alkohol…heute morgen 10.59 in Leuchtschrift auf der Uhr…
Der heutige Tag sei der Vergeudung von Zeit gewidmet…
12. November 2004 um 18:04
Sie gestern auch was mit Alkohol? So ein Zufall. Ich auch. Nicht unbedingt zu viel, aber schlechte Mixtur aus Billigbier und Rotwein. Kann man machen. Sollte man aber besser nicht.
12. November 2004 um 18:19
nur bier…Henninger “Kaiser Pils”. Erstaunlich gutes Bier für Frankfurt.
12. November 2004 um 19:08
.. bier, natuerlich. oder haerteres.
13. November 2004 um 18:37
Dazu sagt ein Faultier: “Dann sei halt gemein…”
13. November 2004 um 20:13
Ha, oder Hauptsache sone Schnecke mit Babytrolley rammelt mir damit in den Hacken. Und das alles heute in uns’ Citygalerie….
Agression galore!