Liebe Universal Music, Lieber Frank Briegemann,
Wir erwirtschaften mit Klingeltönen schon einen Umsatz im einstelligen Millionen-Euro-Bereich…
Allein für diesen Halbsatz müsste man Euch Eure Veröffentlichungen mit schmackes links und rechts um die Ohren donnern, und Euch den ganzen Tag lang mit Eurer eigenen Klingeltonkacke malträtieren - am besten aus einer überdimensionierten 2000 Watt Anlage, Schnappi und Sweetest Poison rund um die Uhr, als 24 KB/S MP3, illegal, bis ihr so richtig schön weich im Kopf seit seid. Obwohl: Weich seit seid ihr da oben ja schon, das lässt diese Aussage zumindest vermuten.
2006 geht es also dank der wachsenden Popularität von Klingeltönen wieder bergauf mit der Musikbranche? Am Arsch! Warum nicht gleich Klartext? Kann ich auch gerne vorformulieren. Will ich auch kein Geld für. Wenn nächstes Mal SpOn oder Planetopia anklingeln, einfach folgendes sagen (vorher copy/paste nicht vergessen, ist ganz einfach):
“Wir erwirtschaften mit Klingeltönen schon einen Umsatz im einstelligen Millionen-Euro-Bereich, nicht zuletzt dank der Jamba-Abhängigkeit des Viacom-Konzerns, und der strunzdoofen Zuschauer, die sich den Müll auf ihre zum Telefonieren völlig ungeeigneten Scheißhandys runterladen. Die Musiker und deren Musik sind uns dabei eigentlich scheißegal, die brauchen sowieso kein Geld, und die können ihre Sachen ja in die P2P-Netzwerke stellen. Und wir brauchen die Musiker eigentlich auch nicht mehr, denn für einen erfolgreichen Klingelton braucht es niemanden mit guten Ideen. Musik als Kunstform ist eh überbewertet, und hat sowieso noch nie für uns funktioniert. Hauptsache wir verdienen weiterhin an dem, was wir als ‘Musik’ verkaufen. Übrigens planen wir derzeit ein paar Klingelton-Sampler, um da auch noch mal so richtig abzusahnen, und bald werden sogar die Videoclips mit Klingeltönen unterlegt, damit jeder weiß, was Sache ist. Bis spätestens Ende 2006 muss das auch im dreistelligen Millionenbereich gekracht haben, denn mit längerfristigen, intelligenten Lösungsansätzen haben wir’s ja noch nie so gehabt. Aber wem sag ich das.”
Nachtrag: Mit der dazugehörigen Meldung, daß ab April die offiziellen Klingeltoncharts eingeführt werden, beschleicht mich das ungute Gefühl, daß die Musikindustrie soeben mit dem Schaufeln des eigenen Grabes fertig geworden ist. Hat ja auch lang genug gedauert…


23. Januar 2005 um 22:35
Top!
Schöner bzw. treffender hätte man es einfach nicht sagen können.
Ich bedanke mich.
24. Januar 2005 um 04:06
Kommschd jetzt auch in’n SPIEGEL?
24. Januar 2005 um 04:15
denk’ an deine worte, wenn im spätsommer diesen jahres “best of ringtones vol. 1″ auf cd (kopiergeschützt, snippets, usw., of course) rauskommt.
24. Januar 2005 um 06:31
da freu ich mich doch auf die strassenbahnfahrt zur arbeit… ein fest für die sinne, oder doch eher: klingelnde ohren…
24. Januar 2005 um 07:59
Jamba und Konsorten sind momentan die Buhmänner (sicher auch zurecht) – ich hatte mal vor einiger Zeit fünf Minuten lang recherchiert, über den Klingelton-MArkt zu lesen unter http://www.anarchiv.com/p/comments/118_0_1_0_C/ ist vom Mai letzten Jahres, also nix neues…
Gruß
andreas
24. Januar 2005 um 08:35
Universal Music sahnt ab …
… und zwar - jetzt haltet euch fest - nicht beim CD-Verkauf, sondern bei den Klingeltnen! Hammer, oder? Da werden Musiker sicher bald berflssig, denn fr “Ringtones” reicht ja ein Ein-Mann-Betrieb mit nem 1 GHz-PC vllig aus. Das spart dann glei…
24. Januar 2005 um 09:37
Schöner, knalliger Text. Wahrscheinlich werden wir demnächst von der Content-Mafia verpflichtet, regelmäßig Klingeltöne zu bezahlen. Eine Anmerkung: “seid” abgeleitet von sein wird nicht mit ‘t’ geschrieben.
24. Januar 2005 um 10:07
Gemischte Tüte Morgenfreude
Jochens Tochter kennt auch KalinkaFrau Berg kämpft gegen das geistige MittelmaßIndustrial Technology & Witchcraft zeigt das erste Video der ersten Macintoshvorführung und landet damit einen enormen ScoopGott Faulbär vergeekt sei…
24. Januar 2005 um 10:45
Wie immer ätzt es die Community an, auch nur irgendetwas von den Musikkonzernen (ja, auch Jamba) zu hören… ich hab eben vor Freude fast den Laptop gegen die Wand geschmettert.
Bei Spiegel gleich dazu: Jamiri hat auch einen netten Comic zu Jamba’s blödelndem Superstar-Kücken verfasst - gleich über dem Klingelton Artikel:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,338259,00.html
24. Januar 2005 um 12:21
Herr Schnoor, ich seh mich nicht als Mitglied einer Community, ich seh mich in diesem Fall als Musikkonsument, der sich von der Musikindustrie unter anderem den Vorwurf gefallen lassen muß, schuld an der Finanzmisere der deutschen Plattenfirmen zu sein. Wenn ich sowas jedoch lese, frag ich mich allen Ernstes, wer hier Schuld an was ist. Und ich seh mich darüber hinaus als ambitionierter Musikschaffender, und welche Probleme das mit sich bringt, könnse sich ja denken…
24. Januar 2005 um 13:37
An alle, die eine Fehlermeldung beim Kommentieren hatten: Es läuft wieder. Lag am WP-Spamfilter, der wohl ein paar Probleme mit den letzten Einträgen hatte. Nachträglich noch mal vielen dank für die zahlreichen Hinweise…
24. Januar 2005 um 16:50
Herr Shhhh,
ich bin ebenfalls einer derjenigen Musikkäufer, welche der Musikindustrie den Preis für den musikalischen Genuß zahlen und dafür mit Hohn und Tadel entlohnt werden. Mit dem Community-Gedanken des obigen Kommentares zielte ich vielmehr darauf, dass einige Blog-Autoren diesen Artikel mit aufnahmen, und er sich im Stil eines Aufschreis verbreitete. Im allgemeinen findet nahezu alle 3 Tage eine kritische Prozession von Kleinbloggersdorf in Richtung Musikanbieter und -konzerne statt.
Aber als Konsument, der sich kontinuierlich im Plattengeschäft oder Megastore mit entsprechendem CD- und DVD-Material eindeckt, finde ich die aktuelle Preislage der Silberscheiben unangebracht hoch. Im Vergleich mit dem Preis für gleichwertiges oder identisches Klanggut in den USA ist der Kaufpreis auf dem deutschen Markt überproportional hoch angesiedelt - es ist hier aber meine subjektive Preiserkenntnis. Natürlich ist es in anderen Ländern genau umgekehrt (Frankreich), jedoch ist eine tendenzielle Entwicklung der Preise sichtbar, was sich in der rückläufigen Kaufbereitschaft seit 199x widerspiegelt. Dass sich die qualitativ minderwertigen Klingeltöne als eine Art Hauptgeschäft für die Musikkonzerne entwickeln, deutet nur auf einen weiteren Verfall des musikalischen Genußes hin - so wie er in den Medien propagandiert wird.
Sobald die Musikkonzerne sich selbst mit dem Zuschieben der Schuld gegenseitig zerfleischt hatten, zielten sie direkt auf den Geldgeber - den Kunden und behandelten ihn als einen “bösartigen Raubkopierer” und ähnlich schwarzmalerisches. Die ganze Finanzmisere ist neben dieser negativen Behandlung der Kunden auch in den Eigenaktionen und Fehlschlägen der Konzerne selbst zu finden. Die Kunden werden von Qualitätsverlust durch ewiglich importierte Musikformate (z.B. Superstar, Idols, etc.), dem Auf- und Abflauen von kurzlebigen One-Hit-Wonder-Stars (vgl. dagegen das positive Vorgehen von FourMusic als Kontroverse) und der Überflutung durch sowohl aggressiv-penetratives als auch subtil-schwarzmalerisches Marketing (z.B. Musikkonzerne in Kooperation mit Klingeltonanbietern) verschreckt.
Abschließend kann ich behaupten, dass die Musikkonzerne und Distributöre für mich durch jedwede Berichterstattung (seitens der Bevölkerung) nur negativ auffallen. Die Reaktionen auf die Meldung des Spreeblicks sind schon legendär. Ebenfalls findet sich auch in den klassischen Medien wie dem Spiegel kaum ein positives Echo wieder. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Musikkonzern nach dem anderen den Schierlingsbecher reicht. Vielleicht ist es Zeit für ein allgemeines Umdenken - aber dass sich etwas ändert, ist sehr zweifelhaft. Ich freue mich auf Internet-Radio und mediale Übertragung auf mobile Endgeräte, ohne dass diese an ein reguliertes Funk- und Kabelnetz oder moderiertes Programm (Radio/TV) gebunden sind.
24. Januar 2005 um 16:58
Ein guter Grund demnächst sein eigenes und andere Handys aus dem sechzigsten Stock zu werfen … was macht wohl mehr Spass … sie von oben runter zu werfen oder unten mit ansehen wie sie zerschmettern …
24. Januar 2005 um 17:05
da klingelt’s in der Kasse
SpOn schreibt’s: Universal Music [hat] über eine Million Euro mit den Musikrechten an den Klingeltönen verdient. Und wie wir wissen, wird alles, mit dem man offenbar gerade Geld verdienen kann, bis zum Erbrechen ausgeschlachtet. Wie das beim Klingel…
24. Januar 2005 um 17:44
Herr Schnoor,
ich bin mit Ihnen in jeder Hinsicht d’accord (was den Kosumentenpunkt angeht), aber was den Aufschrei der Massen angeht, da widerspreche ich ganz klar. Es ist doch nur gut, wenn sich in Kleinbloggersdorf ein Forum bietet. Wenn Ottonormalblogger hier die Möglichkeit hat, seiner persönlichen Meinung völlig ungefragt Luft zu machen. Wo und wie denn sonst? Ich empfinde es als durchaus positiv, daß ich mit meinem Hass auf die Musikindustrie, mit meiner Abscheu gegenüber Klingeltönen, mit meinem Medienekel nicht alleine auf weiter Flur bin. Denn würde ich nur nach den publizierten Verkaufszahlen und Einschaltquoten gehen, müsste ich mir ja den ganzen Tag einreden, daß Deutschland mehrheitlich einen an der Waffel hat. So aber hat man wenigstens noch das Gefühl, daß man sich nicht alleine verarscht vorkommt.
Was Ihre Schielingsbechertheorie angeht: Die Musikkonzerne, zumindest die deutschen, haben mit dem Ausschlachten des Sampler- und Kompilationsegments (Bravo-Hits wieviel?) alles daran gesetzt, ihr eigenes Grab zu schaufeln. Musik wird für Quote und Verkauf produziert, diese Entwicklung haben wir der Industrie zu verdanken, und was dabei herausgekommen ist, sieht man jetzt: Die richtigen Indies sind im Aufwind, verabschieden sich mit Musikportalen wie finetunes nach und nach vom physikalischen Tonträger, weil sie die Zeichen der Zeit erkennen. Und Herr Klingelton-Briegmann von der Universal (Ex-BMG, 10 Jahre, das sagt eine Menge über ihn aus) prognostiziert vor ein paar Monaten noch, daß der Absatz bei physikalischen Tonträgern auch in vier Jahren noch bei 70 bis 80 % liegen wird. Was auch kaum wundert, wenn man sich mal den prozentualen Anteil von Universal-Produkten in den deutschen Top 20 ansieht. Alles auf Format, alles auf Verkauf - und am besten in Kooperation mit Jamba-Sweetie jetzt nocht die eh schon hirnrissige 3.30-minuten.Hitformel kippen und auf 20-Sekunden-Handykompatibilität kürzen. So viel zur Kunst- und Ausdrucksform Musik.
Schauen Sie sich mal die Homepage an. Nur die Startseite. http://www.universal-music.de - da steht in dicken, fetten, schwarzen Lettern: ES GEHT UM MUSIK. Sie werden von der Universal-Geschäftsführung alles mögliche hören. Nur nichts über Musik. Und das ist der Grund, warum ich mich aufrege, und warum ich froh bin, ein Blog zu haben, um meinen Ärger ganz öffentlich und unzensiert rauszulassen. Mit der Gewissheit nicht alleine da zu stehen…
24. Januar 2005 um 21:11
Zum Thema “Klingeltöne als Compilation auf CD”:
Jamba Hits Vol. 1
Jamba Hits Vol. 2
Tja, so schnell ist die Zukunft da und wir bekommen es nicht mal mit ;)
24. Januar 2005 um 22:13
Ja, ich mache mir schon einige Zeit Sorgen um die Kultur an sich. Zum Glück kann mein Handy nicht mal richtig Polyphon-Töne und so lange es nicht seinem Vorgänger folgt und den geist aufgibt werde ich auch genau dieses behalten…dabei fällt mir ein, an sich könnte ich den wassergeschädigten Vorgänger mal der Empfehlung nach vom Hochhause ;)…
Naja da bleibt nur eines
Ton aus, Vibration an, Fernseher aus, Blogs an, Jamba verfluchen ;)
25. Januar 2005 um 08:17
@ Martin: Das ist so schlecht, das würd ich mir noch nicht mal runterladen, um die dahintersteckende Plattenfirma zu schädigen…
25. Januar 2005 um 09:46
Bravo Hits - The Klingel Shits
Volume 43
OUT NOW
25. Januar 2005 um 10:05
Und ich dachte, Sie machen einen Scherz, als Sie die Klingeltonhitparade erwähnten.
25. Januar 2005 um 11:42
Bimm, bamm, bimmel-bimm…
… war wenigstens der nervtötendste Ton, den “Kommandeur Samuel Mumms Organizer”: http://de.wikipedia.org/wiki/Scheibenwelt#Die_Romane_2 von sich gegeben hat.
Dass -Sweety- dieses Scheiss-Jamba-Küken(TM) nur der Anfang vom Ende ist, ahnen wir ja…
27. Januar 2005 um 10:09
Sweety remixed
Mal wieder das leidige Thema Jamba und die Sweety Reklame. Mittlerweile hat sich selbst Jan-Michael Richter, aka Jamiri dran gesetzt einen seiner genialen Comics dem Jambawahn zu widmen. Freakshow schreibt “die Wahre Aussage” hinter dem Universal Int…
27. Januar 2005 um 12:12
keine aufregung bitte, ein blick in das ausländ zeigt deutlich das mit den mp3 handys die klingeltöne und deren werbung zurück geht, weil sich jeder seine eigenen mp3´s for free aufs handy ziehen kann!
in naher zukunft also nur noch werbung für handyspiele mit multiplayer modus etc…. kann sicher auch nervig werden, aber ich freue mich auf icq fürs handy ;)
31. Januar 2005 um 21:52
so viel wahrheit der artikel ausdrückt, so traurig ist es doch, dass wir in einer zeit leben, in der musik nur noch des geldes wegen produziert wird und man überhaupt über so etwas schreiben muss! unverständlicherweise geht dieses klingeltonkonzept auf… was kommt als nächstes? popstars staffel … in der nun nicht mehr “musik gemacht” wird, sondern klingeltöne erfunden werden?
4. Februar 2005 um 17:12
Was regt Ihr Euch eigentlich auf?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Es gibt in Deutschland und anderswo eine Mehrheit die solchen Sch… will, und daher kauft. Wer kauft den dies alles, wer von Euch hat den 1,2,3,… Handys, Klingeltöne, Logos usw. dazu?
Wer kauft denn die Bra*o Schei…. ? Wer schaut denn Big Brother, Burg und Co?
Oooooch, Ihr natürlich nicht - das machen andere.
Sicher die Industrie beeinflußt, manipuliert das Kaufverhalten - aber kaufen tun wir. Niemand anderes. Der Markt richtet sich nach den Käuferschichten. Und da ist eben eine die sich manipulieren lässt.
Selbst Schuld, es gibt alternativen.
Aber leider will ja jeder ein Induvidualist sein, und rennt doch mit den Klamotten seines Idols rum.
Sollange jeder sich nur aufregt, aber selber bei sich und seinem Umfeld nichts tut - bleibt es wie es ist.
Also warum sich aufregen?
4. Februar 2005 um 17:46
Herr Boardsurfer,
würde der Markt sich ernsthaft nach den Käuferschichten richten, würden CDs nicht 14.99 Euro kosten. Natürlich gibt es sie, die Idioten, die sich die Klingeltöne runterladen, die sich jeden Schund kaufen, der im Privatfernsehen gehyped wird, aber das liegt doch wohl auch daran, das nur noch Klingeltöne beworben und nur noch Schund gehyped wird. Oder glauben Sie etwa, daß sowas wie Lukas Hilbert in den Top-Ten wäre, wenn da nicht die geballte Pro7-Power hinterstünde!?! Der Markt wird doch schon lange nicht mehr berücksichtigt. Der Markt wird von der Industrie geschaffen. Das Aufbegehren kommt mit der Heavy Rotation. Und das ist doch der Haken, denn wer bestimmt denn, was in die Heavy Rotation kommt!?! Weder Sie, noch ich. Aber Herr Briegmann zum Beispiel. Mit Geld.
Warum sich aufregen? So lange ich mich noch aufregen kann und darf, mache ich das auch. Punkt.
4. Februar 2005 um 20:01
@Herr Shhhh:
” Oder glauben Sie etwa, daß sowas wie Lukas Hilbert in den Top-Ten wäre, wenn da nicht die geballte Pro7-Power hinterstünde!?!”
Nein, daß glaube ich nicht. Aber Bitte: Die Kaufentscheidung findet jedes Mal aufs neue statt.
Und hier liegt jedem seine Entscheidung was er tut und was nicht. Wir selbst haben dies in der Hand. Die Schuld der Industrie zu geben, wäre meiner Meinung nach in dieser Hinsicht falsch. Denn dies würde bedeuten das wir unmündig sind, nicht entscheiden können.
Aber dies stimmt nicht. Denn wir können auch anders. Wer braucht immer das neueste Handy mit tausend Funktionen schon wirklich? Wer muß denn unbedingt den ultimativen Klingelton haben? Fotos mit dem Handy schiessen, die dann arschteuer verschickt werden können? Warum hören wir nicht endlich auf die Verantwortung anderen zuzuschieben, und entscheiden jeden Tag verantwortungsbewusst was wir selbst tun? Wie wir unsere Kinder erziehen? Wie wir miteinander umgehen wollen? Oder wie unsere Zukunft aussehen soll? …
Denn wer auf die Top-Ten schaut lässt sich bereits manipulieren.
Aber naja: tausend fliegen können ja nicht irren.
4. Februar 2005 um 20:13
Ich gebe Ihnen ja insofern recht, als daß die Dummbatzen da draussen einfach mal den Denkapparat einschalten sollten, bevor sie den Fernseher einschalten. Werden Sie aber nicht, das war schon immer so, das wird auch so bleiben. Aber Sie sollten auch noch mal genau lesen, worüber ich mich da oben aufrege: Es kann ja nicht sein, daß eine “Industrie”, die ihre Daseinsberechtigung in der Verbreitung von Musikvielfalt hat, genau das nicht macht. Kommerzielle Interessen in allen Ehren, aber Sie sehen doch selbst, wohin das führt, wenn jemand bei der Universal beispielsweise sagt: Ui, damit kann man viel Geld verdienen, also springen wir schnell auf den Zug auf und melken die Sau, solange Sie rösig ist. Genau dieser Verein wirbt mit dem Slogan “Es geht um Musik”. Das ist doch perfide. In der Musikindustrie geht es schon lange nicht mehr um Musik, und die Auswirkungen dieser Verfahrensweise können Sie sehen, wenn Sie den Fernseher einschalten…
4. Februar 2005 um 21:18
Ich sehe nur eins:
Wohin es führt wenn Leute zu bequem sind Ihren Denkapparat zu benutzen, und nicht wissen wie sie manipulliert werden.
Jeder Selbstständige, jede Firma jeder Betrieb hat nur einen Sinn: Geld zu erwirtschaften und dies möglichst auf Dauer.
Alle anderen Beteuerungen wie Service, Firmenidentity und dergleichen dient lediglich dazu Kunden zu binden.
Wenn also die Musikindustrie gestern Musik verkaufte, heute Klingeltöne und Morgen die Milchpackung die bei öffnen Vivaldis 4 Jahreszeiten ertönt, kommt diese immer noch Ihrem eigentlichen Ziel nahe: Geld zu scheffeln.
Der Musikindustrie ging es nie um irgendwelche heheren Ziele, sondern nur um Ihren Profit. Wer anderes glaubt ist blauäugig und sieht alles durch die rosarote Brille!
Man spricht nicht umsonst von Krieg der Märkte. Versuch Du einmal in Ebay Fus zu fassen, dann wirst Du schnell merken wie es ist.
Die daseinsberechtigung liegt im Gewinne machen um jeden Preis (sprichwörtlich) und der einzigste der dies ändern kann ist der Kunde mit seiner Entscheidung dieses anzunehmen oder eben nicht.
Und wenn Du Dir dies einmal überlegst, wirst Du feststellen das wir beide zum selben Ziel kommen, wenn auch aus unterschiedlichen Ansätzen heraus.
4. Februar 2005 um 21:31
Natürlich kommen wir unterm Strich an den selben Punkt, nur sagst Du eben, daß die Leute zu doof sind, und ich sag, daß die Industrie (auch) schuld daran ist, daß die Leute zu doof sind. Und ich bin mir nicht zu bequem, mich hier darüber aufzuregen.
Was die Musikindustrie angeht, muß ich aber noch mal einhaken. Ich kenne aus eigener Erfahrung beide Seiten, und es gibt sie tatsächlich noch, die Indielabels, die Musik tatsächlich und ausschliesslich aus Idealismus auf den Markt bringen. Und davon gibt es sogar viele, nur weiß das keiner, weil es die Medien kaum interessiert.
4. Februar 2005 um 22:03
Und ich weis aus eigener Erfahrung das die Community (sofern es diese überhaupt gibt), gerade solche Unterstützen und sich bewusst diese Cds kaufen, um die Musiker am Leben zu erhalten…
Auch hier ein Beispiel dazu das es Alternativen gibt, und Möglichkeiten sich der MI zu entziehen.
Wenn man sieht das fast täglich in größeren ALDI Märkten eine Palette mit Rohlingen verkauft wird, und dabei zahllose Omas und Opas beim Kauf beobachten kann, ist schnell ersichtlich warum sich die MI neue Absatzmärkte sucht.
Es wird sich da einiges ändern. Langsam aber dafür bestimmt. Irgendwann wird es noch einige Portale geben, die einem auch die exotischten Musiktitel anbieten und dies zu einem sehr humanen Preis, der die Künstler dann mehr entlohnt als alle “Nebenverdiener”. Der Großteil der Künstler wird sich selbstvermarkten, sämtliche Titel (also nicht USA; GB und Europa getrennt) anbieten und kann durch ausschalten der “MI” sehr günstig aber lukrativer anbieten.
Und es werden Möglichkeiten enstehen auch für kleinere Gruppen, zu reifen und sich ein Publikum zu erschaffen.
die Zukunft wird spannend …
21. März 2005 um 18:07
Es geht dabei meiner Meinung nach um das Thema der Wirtschaftsethik.
Entweder will man Unternehmen Spielräume je nach Steueraufkommen gewähren oder bei der Demokratie handelt es sich wirklich um Vertreter des Volkes.
http://mambaprojects.blogspot.com/
jan
8. Juni 2005 um 13:51
music
11. Juli 2005 um 18:18
musik runterladen
2. August 2005 um 07:29
[...] cht hat, würd ich gerne meinem Camorra-Onkel vorstellen. Oder war’n Sie das wieder, Herr Briegmann? Geschrieben am [...]
31. August 2005 um 11:30
Irgendwie sehe ich da eine enge Verbindung zwischen deutscher Industrie und einem schon viele Jahre toten Österreicher und seiner Methode Deutschland in den Abgrund zu rollen…
31. August 2005 um 14:24
Da übertreiben Sie aber.
31. August 2005 um 19:04
Passt! Aber bald gibts ja weniger Klingetonwerbung… endlich
27. September 2005 um 13:39
jESTEM DOROTA Z POLSKI(PL,POLISH,POLAND)KOCHAM ZESPÓŁ TOKIO HOTEL!I’m Dorothy I’m live i the Poland.I love Tokio Hotel.(oglądam na nimieckiej vivie) Viva tv is cool
16. Oktober 2005 um 04:54
Hab mir mal auf die Schnelle folgendes zusammengereimt:
GEMA und GVL bekommen für jeden Radioempfänger, von jedem Radiosender, für jedes bereitgestellte Musikstück, von jedem Internetradio, für jeden CD-Rohling Gebühren. Dieser Haufen Geld muß irgendwie auf die Musikproduzenten verteilt werden. Wer davon wieviel bekommt, entscheidet die Erfolgsquote, sprich wessen Musik besonders oft gespielt und gehört wird. Weil sich das exakt nicht bestimmen läßt, geht man nach Statistiken, nach Hitparaden, nach dem was auf allen Musiksendern gerade angesagt ist und was die großen Musikhändler gerade ganz doll verkaufen (oder gerne verkaufen würden).
Ist die Klingeltonparade nicht nur ein weiterer, verzweifelt anmutender Versuch mancher Musikkonzerne, “Marktanteile” an sich zu ziehen, der dem Musikempfinden normal entwickelter Menschen zuwiderläuft?
Zu der Frage, wer sowas denn überhaupt kauft, fallen mir nur Kinder ein, die nicht wissen was ein Abo ist, geschweige denn wie man das schreibt. Nichts gegen die lieben Kleinen, in so einem Alter hätt’ ich das vielleicht auch gemacht, aber meine Eltern hätten mir schon erklärt, daß das ‘ne reine Abzocke ist. Insofern hab’ ich wohl Glück gehabt.
>_
18. November 2005 um 17:42
besser hätte mans nicht sagen können. hier das ganze in video form: http://www.daloco.net/ger/press/video/daloco_radio.zip
ach ja wem ist eigentlich schon mal aufgefallen das das ösiland sucht den star vom land fast gewinnerchen christl stürmer und kill bill tokyo hotel ein und die selbe person sind. sobald das haarspray ausgeht christl, wenn wieder neues nachgekauft wurde… billiy… und nicht nur die optik. auch das stimmchen und der ausdruck sind ident. [IMG]http://laguna.blog.tv2.hu/adat_html/34/60/346099_TokioHotel-BillTom.jpg[/IMG] [IMG]http://www.tilo-schuster.de/VIP/Stuermer/ChristinaS01.jpg[/IMG]
1. Dezember 2005 um 20:16
http://www.christian-gerner.de/computer/musikindustrie.htm
30. Dezember 2005 um 13:52
Kocham cię bill!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Tokio hotel rządzi!!!!!!!! Polska was kocha!!!!!!!!