Und dann diese Podcastereien: Ich halte ja Podcasts eigentlich für nix anderes als “Blogging for people who can’t write ganze Sätze anymore!”. Zumindest pflege ich da als Befürworter des schelcht geschriebenen Wortes meine Vorurteile. Andreaseits: Podcasting ist auch nur die Demokratisierung des Radios, und Demokratisierung ist immer zu was gut. Deshalb dann mal ein Link zu einem Podcast mit heavy Selbstvermarktungs-Appeal und einer ziemlich charmant klingenden Moderatorin (nennt man das beim Podcasting eigentlich so?). Auch wenn ich der Frau Xinderella mit der tollen Stimme Begrifflichkeiten wie “junger Zeitgenosse” (haha!) und “Kettcar” (hahaha!) etwas übel nehme. Dennoch: Feine Seite. Nicht schlecht für einen Dienstag.
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Und dann dieser Dienstag nach dem langen Wochenende, imme noch völlig fertig von so viel Kreativität und Exzess und komischen Filmen, und plötzlich heißt es nur: Das da ist die neue Praktikantin, um die musst Du Dich jetzt kümmern, die bleibt 6 Monate. Und insgeheim denkt man: Die kommt mir irgenwie bekannt vor. Unangenehm bekannt. Und dann dämmert da was mit einer ziemlich peinlichen Flirtsituation vor längerer Zeit. Diese Stadt ist ein Mikrokosmos.
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Und dann dieser Mikrokosmos: Es ist schon bemerkenswert, daß die nicht vorhandene Identität dieser Stadt die Einwohner dazu zwingt, sich über Massenspektakel wie Coverbandveranstaltungen, Weihnachtsmräkte und Zweitliga-Fußball zu definieren. Und ja, ich schwimme zu 2/3 in diesem Sog mit, auch wenn ich das manchmal nicht wahrhaben will. Aber Fußball? Nein, danke!
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Und dann diese Musik: Was wäre das Wochenende ohne die neue Broken Social Scene gewesen? Andererseits: Die neue Depeche Mode hat auch ihre Momente (viele sogar!), und das sage ich, obwohl ich mit der Band nach dem Ausstieg von Alan Wilder (ca. 1995 oder so, auf jeden Fall das Jahr, in dem die Rednex mit Cotton Eye Joe 10 Wochen Nr. 1 in Deutschland waren – und da sag noch mal einer, das war früher besser!) definitiv abgeschlossen hatte. Aber irgendwie geht’s jetzt wieder, warum auch immer. Vielleicht liegt’s am Herbst.
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Und dann dieser Herbst: Ich beneide nicht oft, aber Frau Caro beneide ich um ihr Erdmöbel-Erlebnis. Meines ist leider schon etwas länger her, beinhaltete aber einen Stromausfall während des Konzerts, bei dem halb Siegen plötzlich dunkel war – was wiederum die Herren Erdmöbel nicht davon abhielt, einfach mit Grablichtern und ohne Keyboards das Konzert auf ganz reizende Art und Weise fortzuführen. Und man kann ihren Platten noch so oft gut formulierten Kitsch vorwerfen – die Konzerte sind große, schöne Momente.
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Ich bin Deutschland? Ich darf ja noch nicht mal wählen!