Vorsätze für Freitage, an denen man beschliesst, wegen dieser martialischen Arbeitszeiten nach 0 Uhr noch loszuziehen, um wenigstens etwas runterzukommen.
1. Nie wieder mit nassen Füssen in die Dusche steigen. Nicht nur, daß ich mich immer noch Frage, warum nnur mein Duschvorhang, aber nicht mein Leben an mir vorbeigerauscht ist – das hört man ja sonst so oft in Unfallsituationen, von wegen “mein Leben ist an mir vorbeigerauscht. Nein, ich frage mich auch, warum ich mit profillosen Sneakern jedes noch so glatte Eis meistern kann, mich aber stattdessen im bisher sicheren Raum so arschbombig auf die Seite lege, daß ich heute eher halbseitig gelähmt als jungspundhüpferhaft bin.
2. Auf einen Rockergeburtstag gehen, und dann feststellen, daß es ein Sozialpädagogen-Geburtstag ist. Nichts gegen Sozialpädagogen, das waren alles ganz nette Leute, aber wenn man dann an jemanden gerät, der ca. 2 Stunden ununterbrochendarüberredetwietolldieliebeistundwieschöndasistdassmannächstesjahrauswandertunddassdieliebedanixgegenhataberflirtenisjawasanderesdasisjaokundüberhauptsiehstduerstauswie24, dann hilft auch kein Bier mehr.
3. Nachdem man gehört hat, daß zwischen zwei lieben Menschen was schlimmes passiert sein soll, sofort aufbrechen, und die einschlägigen Läden abklappern, um wenigstens der Verbleib einer von beiden Personen zu klären. Feststellen, daß die Stadt wieder mal schneller informiert ist, als man selbst, dann noch überhastet zur Tankstelle aufbrechen, um sein Handy neu aufzuladen, quasi die letzten Kröten rausgeschmissen, um sich irgendwie via SMS zu beruhigen, und dann auf die Frage “Alles OK!?!” nur “Ja, ja, alles fein” als Antwort bekommen. Da wäre man dann auch lieber bei den Sozialpädagogen geblieben, die hätten bessere Antworten gehabt.
4. Nachts um 4 auf der Couch mit einer Schalde Pistazienresten (auf der Brust abgelegt) einschlafen ist einfach keine gute Idee.
5. Die ersten vier Geschehnisse wurden durch Mobilfunk-Ganlanterie in Eiseskälte relativiert.