Monatsarchiv für Juli 2007

 
 

Nix ist gut!

Wenn der Kunde bei der Kollegin am Nebentisch zwischen jeden Satz eine dehnende Pause packt, die nur vom mit herabfallender Wortmelodie betonten Füllwort “Gut!” unterbrochen wird, also im Sinne von “…und dann müssen wir noch das und das in Druck geben, ja… Gut… Dann könnte man vielleicht noch dort anrufen… Gut… Ja, und vielleicht…”, und mir somit seit ungefähr einer Stunde zwischen jedem seiner Sätze Aufbruch signalisiert, dann aber doch nicht abhaut, weil er nun mal einfach so spricht, aber eigentlich gar nicht gehen will, dann bringt mich das an den Rande eines Kundenmords, weil ich bescheuert betonte Füllwörter generell hasse, und darüber hinaus seit knapp 2 Stunden ein fast schon lebensbedrohliches Hungergefühl verspüre, jedoch nicht losziehen kann, weil in Anbetracht eventueller Vorwürfe meine Kollegin ungern alleine lasse. Ergo bin ich gerade unkonzentriert UND hungrig. Nix is gut daran! NIX IS GUT! Gut.

Die Sonne weint.

Das Siegener Open Air Kino muss angefangen haben: Es regnet.

Fell in love with a Kindersendung.

Heute früh eher zufällig entdeckt: “Pancake Mountain”, die Sesamstraße für kleine Nachwuchs-Rocker. Kiddies tanzen zur vielleicht besten Musik unserer Tage, und sonst eher abgebrühte Indie-Ikonen lassen in Anbetracht fusseliger Interview-Partner und hoppelnder Zwerge die Credibility-Fassade fallen. Schade, dass sowas nur im Washingtoner Lokalkanal (geiles Wort, irgendwie) läuft. Aber, die DVD mit Kinderelterntainment von Arcade Fire, Bright Eyes, Deerhof, Metric, MIA. und vielen anderen Helden gibt’s bei x-mist.de für schlappe 11 Euro. Ich hab 20 Stück bestellt…

(Nachtrag: Gab’s bei X-mist. Ich hab wohl tatsächliche das letzte in Deutschland verfügbare Exemplar abgegriffen! Harhar.)

Das feixbare Intro:

Arcade Fire:

Jenny Lewis:

Bright Eyes:

Flaming Lips Karaoke:

Metric:

Whites Stripes, Lilly Allen und Franz Ferdinand mit Babys (gucken!!!):

Das ganze Segment, aus drei Teilen bestehend, unbedingt gucken, White Stripes-Impro und so.

Und das Beste zum Schluss: ein eigens für die Sendung komponierter Song von Ian MacKaye (Minor Threat, Fugazi und so). The Evens - Vowel Movement. Punkmusik für Kinder. Man fasst es nicht! Ich will Kinder haben, jetzt! Damit die gut sozialisiert werden.

Viel, viel mehr davon hier.

Einführung in das metrische System.

Was wäre ich da gerne nochmal Kind gewesen.

Erste Worte nach Schlaf wie Ruinen.

“Aua!”.

(Sensorik und Motorik komplett im Arsch. File under: Der leichte Sommerwein war schuld.)

32.

Dabei gibt in meinem Leben sozialisationsbedingt eigentlich nur zwei relevante Jahrestage, die feiernswert wären: 33 und 45. (Nein, nicht Krieg. Vinyl, Schallplatten, die großen Dinger, die man mal zum Hören von Musik benutzt hat, bevor jemand auf die Idee kam, Musik auf Wegwerfartikel zu pressen!)

Rand-Nostalgie:

Prognose.

Ich sag’s nochmal: Erst die Radrennfahrer, dann die Fußballer. Hodenpflaster und so.

Die Tage rieseln.

Wo ist die erste Hälfte 2007 hin? Hab ich was verpasst? Wieso kommt es mir so vor, als sei bis jetzt, hier und heute nichts besonderes passiert? Ich war produktiv, das weiß ich, das seh ich an meiner Gehaltsabrechnung und am zum bersten gefüllten Speicherplatz meiner Festplatte. Aber was ist bis jetzt passiert?

Durchhalteding für die Woche…

Da die Woche…

…mit islamistischen Hacks, verlorenen Ipod-Fussometern, völlig utopischen Kundenwünschen und Tonnenregengüssen angefangen hat, möchte ich ab jetzt hier und sofort Wochenende. Meinetwegen auch mit verkatertem Samstag am Mittwoch oder so, das ist mir egal. Hauptsache, ich bekomme nix mehr von all dem hier mit.

Diese Woche ist nicht mein Tag.